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080 - Hubert Aiwanger tot, Bärbel Bas trauert öffentlich: Was bleibt vom Menschen im Amt?

Shownotes

Hosts: Bärbel Schäfer und Silke Zapatka

Erwähnte Personen

  • Bärbel Bas: SPD-Politikerin, bis Oktober 2026 Bundesarbeitsministerin und SPD-Co-Vorsitzende. Sie trat nach dem Tod ihrer Stieftochter zurück und sprach darüber erstmals ausführlich in der ARD-Sendung „Konfrontation: Markus Feldenkirchen trifft Bärbel Bas“. Bericht bei ZDFheute
  • Markus Feldenkirchen: Journalist, begleitet für sein ARD-Format „Konfrontation“ Politikerinnen und Politiker über einen längeren Zeitraum.
  • Hubert Aiwanger: Bayerischer Wirtschaftsminister, stellvertretender Ministerpräsident und Chef der Freien Wähler. Er wurde am 4. November mit 55 Jahren tot in einem Berliner Hotelzimmer gefunden, die Umstände werden noch ermittelt. Bericht bei der taz
  • Regina Ziegler: Film- und Fernsehproduzentin, galt als Grand Dame der Branche und arbeitete unter anderem mit Rainer Werner Fassbinder. Sie starb am 1. November mit 82 Jahren in Berlin. Nachruf bei ZDFheute
  • Janosch: Schriftsteller und Illustrator, Erfinder der Tigerente und Autor von „Oh, wie schön ist Panama“. Er starb mit 95 Jahren auf Teneriffa. Bericht bei ZDFheute
  • Grubenpony: Silkes Alltagsheldin, nimmt auf Instagram Verschwörungstheorien in kurzen Clips auseinander. Grubenpony auf Instagram
  • Steffi Neu: WDR-Moderatorin, tourt mit einem eigenen Kneipenquiz durch NRW.

Hintergrund zu den Themen der Folge

  • US-Midterms 2026: Bei den Zwischenwahlen am 3. November haben die Demokraten nach übereinstimmenden Medienprognosen sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat von den Republikanern zurückerobert. Überblick bei SRF

  • Faktencheck Freie Wähler: In Bayern regieren die Freien Wähler gemeinsam mit der CSU. [Landtage außerhalb Bayerns bitte ergänzen]

  • Movember: Im November lassen sich Männer weltweit einen Schnurrbart stehen, um auf Männergesundheit aufmerksam zu machen, etwa auf Prostatakrebs, Hodenkrebs und mentale Gesundheit. Movember Deutschland

  • Quizauflösung: Die Sendung mit der Maus lief erstmals im März 1971, der erste McDonald's in Deutschland öffnete im Dezember 1971. Die Augen eines Straußes sind tatsächlich größer als sein Gehirn, und Niedersachsen grenzt an neun Bundesländer, mehr als jedes andere.

  • Bärbels neues Buch: Erscheint im Februar und ist ab sofort im Buchhandel vorbestellbar. https://www.penguin.de/buecher/baerbel-schaefer-loslassen-baby-loslassen-/buch/9783466373741

  • Silkes KI-Workshops und KI-Newsletter

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Transkript anzeigen

Silke: Ich hab nichts gemacht. Guten Tag, guten Morgen. ist Freitag Morgen. Ich wurde schon ermahnt. hab mich nicht mal bewegt. Das ist ja wie hier in der

bärbel: Ich höre Geräusche.

Silke: Arztpraxis, in der ich heute Morgen schon zurechtgewiesen wurde, weil ich dumm bin.

bärbel: Was? Ich hab dich nicht zurechtgewiesen. hab nur gedacht, man hört ein kleines Schrubbeln am Mikrofon. Guten Morgen, liebe Silke. Ach du Arzt, wie

Silke: Gar nicht, ich atme nur.

bärbel: du bist. Was war denn los in der Arztpraxis heute Morgen?

Silke: Ja, ich bin leider dumm, weil ich keine Überweisung dabei hatte, weil ich das schlicht nicht wusste und dann war die Frau sehr ungehalten mit mir, weil das weiß man doch. Und dann hab gesagt, Entschuldigung, aber ich wusste es nicht. Da muss ich jetzt auch nicht mit Ihnen diskutieren. Okay.

bärbel: Okay, wahrscheinlich warst du schon die Fünfte an diesem Morgen, die keine Überweisung dabei hatte und nicht die Erste. Aber wir kennen das doch auch, wenn wir immer wieder erzählen müssen.

Silke: Ja.

bärbel: Was fällt dir ein? Bei Teenagern? Ja, ja, ja,

Silke: Ja, aber das sind ja immer dieselben Personen. Ich war ja erst das zweite Mal in dieser Praxis.

bärbel: das stimmt. ist natürlich der Unterschied, da hast du nicht ganz unrecht. Aber man wird bei jedem Mal, ob man ist immer derselben oder einer neuen Person erzählt, dann ein wenig ungehaltener. Und wahrscheinlich hatte sie ihre Zügel heute nicht im Griff und das tut mir leid.

Silke: Ja, es tut mir auch leid, dass sie keinen guten Tag hatte. Ich hab mich dann trotzdem bei der Verabschiedung zwei Stunden später gesagt, Dankeschön, Tschüss. Da war sie ein bisschen irritiert.

bärbel: Ja, okay, ach, zwei Stunden später. Ach, du Scheiße. Hast du da gehockt? Wollt ihr die nicht gleich die Überweisung am Anfang haben?

Silke: Doch, mein Hausarzt hat sie dann gefaxt und dann war sie zufrieden.

bärbel: Okay, also bist du drangekommen? Ja, die Geschichte geht doch ganz anders aus, als du anfängst. Ja.

Silke: Ich bin dran gekommen. Toll! Die ist richtig toll geworden, die Geschichte noch.

bärbel: Ich finde, du erzählst das viel zu negativ. Das kann man.

Silke: Wie geht es dir? Ja, weil ich mich echt geärgert habe über... Das muss ich jetzt hier auch nicht mit Ihnen diskutieren. Nee?

bärbel: Das darfst du gar nicht so lange hängen lassen. Ich hatte heute morgen einen Parkplatz gesucht und dann habe ich so geblinkt und wollte reinfahren. Ist so ein kleiner Smart also reingefahren. So klein. Mein Auto ist auch nicht groß, aber irgendwie habe ich die nicht gesehen. Dann hupt die natürlich, weil sie sagt Hallo, ich bin hier mit meinem kleinen Smart. Und dann habe ich gesagt Entschuldigung, ich hatte ja schon den Rückwärtsgang drin und habe geblinkt, das ist jetzt ganz schön frech. hat die mich auch angebittet, steigt aus, schließt ihr Auto ab und geht heim. Also, ich meine, keine Ahnung.

Silke: Ah, heute ist heute irgendwie Vollmond oder sowas. Man weiß es doch nicht.

bärbel: Die Hutzbe musste ja erst mal haben, jemand anders den Parkplatz wegnehmen und dann noch den Stinkefinger zeigen und dann noch sagen, ciao Kakao. Und ja, ich bin natürlich auch

Silke: Hehehehehe

bärbel: noch ein Viertelstunden weiter rumgefahren und hab einen Parkplatz gesucht. Aber ich hab mir etwas vorgenommen und das würde ich dir auch raten. Mich einfach ...

Silke: Oh, ich bin sehr gespannt.

bärbel: nicht mehr über solche Leute ärgern.

Silke: Hm.

bärbel: Ja, jetzt guck mal, was du machst mit der Info. Was passiert hier?

Silke: Ja, danke für den Tipp. Muss man loslassen, ne?

bärbel: Ganz genau! Was soll

Silke: Hmm.

bärbel: ich mir meine Laune verderben oder du dir, weil die anderen schlecht drauf sind? Es geht ins System, aber ich will das nicht mehr zulassen.

Silke: Okay, toll, toll, Zum Thema Loslassen, weil ich weiß, dass du es nicht tun wirst. Ich werde das an dieser Stelle tun. Ich mache schadenlos Werbung für dein neues Buch. Das heißt,

bärbel: What? Ah!

Silke: loslassen, Baby, loslassen. Und das kann man jetzt vorbestellen im stationären Buchhandel und auch überall, wo es Bücher gibt. Macht das bitte. Bitte bestellt es vor. Das ist wichtig für die Werbe.

bärbel: Oh mein Gott! Sag das doch nicht!

Silke: Es kommt im Februar heraus, aber ihr könnt es jetzt schon vorbestellen und Gutscheine für Weihnachten basteln. Nein?

bärbel: Fertig. Ja, es reicht jetzt mit dem Werbeblock, bitte. Lass es los, lass es los, Baby, loslassen.

Silke: Ich lass das nicht los. Ich bin ein Girls Girl, ich werde das nicht loslassen.

bärbel: Das ist sehr lieb von dir. Ich habe diese Woche alles abgegeben und ich bin so erleichtert. Bücherschreiben ist schön, Bücherschreiben macht einen aber auch wütend und der schönste Moment ist, wenn man sagt, es geht weg zur Lektorin.

Silke: Ja, und da bist du jetzt. Jetzt hast du das Baby losgelassen.

bärbel: Da bin ich jetzt. Jetzt habe ich das Baby losgelassen und jetzt muss man mal ein bisschen abwarten. Jetzt gibt es Pressetermine und Lesereise und wahrscheinlich bin ich in Leipzig auf der Buchmesse und wir waren ja schon mal in Leipzig.

Silke: Ja, das war arbeitsintensiv, der war mit mir mit Buktolüx. Ich war noch nie auf der Leipziger Buchmesse. Buchmesse? Ich war nur in Leipzig als Buchmesse. War? Vielleicht ändere

bärbel: Ja.

Silke: ich das nächstes Jahr, um in der ersten Reihe zu sitzen und dich zu unterstützen, bei was und wo immer du tust.

bärbel: Ganz genau. Wir waren in Leipzig, aber beide nicht auf der Buchmesse. aber lauter Autorinnen und Autoren von der Buchmesse kommen lassen und alle die Bücher feiern. Und das sind ja viele, die uns zuhören hier bei Alltag

Silke: Mhm.

bärbel: für Fortgeschrittene. Folge 80

Silke: Wuhu!

bärbel: lesen ja gerne und kennen die Frankfurter Buchmesse vielleicht. Also gebt uns mal einen Hinweis. Wie erlebt ihr denn die Leipziger Buchmesse und was soll

Silke: Ja.

bärbel: wir beide uns in Leipzig angucken? Wir haben ja ehrlich gesagt auch nicht viel gesehen. Wir waren in diesem Hotelzimmer.

Silke: Nee.

bärbel: unten in so einer Pizzeria. Die haben wir auch sehr oft gegessen.

Silke: Aber da gab es gute Pizza. Was soll ich sagen? Ja.

bärbel: Gut, Folge 80!

Silke: Die Midterms sind vorbei und wuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuhuuh

bärbel: Nein, das

Silke: Schade, der arme Mann.

bärbel: war man nicht. All die letzten Monate, Jahre waren ein schlimmes Aufwachen, lieber Donald. Die grauen Haare, die vielleicht auch irgendwann Silke mal bekommen werden, hängen damit zusammen, was

Silke: Passe?

bärbel: wir alles ausgehalten haben. Schön verdeckt unter dem... Nice. Ja.

Silke: Schlau, ne? Unter den gefärbten blonden Haaren, weil Überraschung, die sind nicht echt, Haarfarbe, die ist nicht echt. Die Haare sind echt.

bärbel: Die Haare. Vergiss Weltpolitik, Ende will man immer nur über seinen grauen Ansatz sprechen.

Silke: Ja, Entschuldigung. Also, Donald Trump ist abgewählt. Also zumindest die Republikaner sind im Repräsentantenhaus und im Senat abgewählt worden. Und zwar deutlicher, als alle vorher gedacht hätten.

bärbel: Wie lange hast du denn geguckt am Mittwoch, von Dienst auf Mittwoch Nacht? Und wie bist du aufgemacht?

Silke: Gar nicht so lang, weil wir Mittwoch-Buckdeluxe aufgezeichnet haben und ich dann immer so erbärmlich früh aufstehen muss. Aber es hat ja auch Mittwochmorgen gereicht.

bärbel: Entschuldigung, ich musste gerade kurz husken.

Silke: lang hast du denn geschaut?

bärbel: Ich wollte länger schauen und wusste dann ja auch, dass ich so früh in den Zug muss, aber man hat dann immer schon so gehört, ja, die haben den statt. Und dann sah es ja alles ganz gut aus. Republicans haben ja noch alles dagegen versucht. Aber mich freut es, weil es ja auch Republikaner geben muss, all die Jahre, die nicht damit zufrieden waren, die nicht so ans Limit gehen wollten, so menschenverachtend, so abwertend, so dumm auch zu sprechen. Und vielleicht können wir nicht nur nach Leipzig, sondern irgendwann jetzt auch wieder nach Amerika reisen, Silke. Oh,

Silke: Ja, Book Deluxe New York City Edition, das seh ich schon.

bärbel: International Edition.

Silke: Danke.

bärbel: Ey, geile Idee! Think big!

Silke: Ja, das machen wir aber erst, wenn der orangische Mann abgewählt ist, auch in seiner Amtszeit als Präsident.

bärbel: Ganz genau. Jetzt müssen die Republicans gucken, wen haben wir da als starke Frau, als starken Mann. Und dann sind wir natürlich gespannt, dass da niemand zu früh verheizt wird. Muss man ja auch aufpassen, immer bei Bundespräsidentinnenwahlen.

Silke: Oh, gegen das Gendern. Jemand hat Hashtag gegen das Gendern unter eins unserer Reels

bärbel: Oh

Silke: geschrieben.

bärbel: ja, gegen das Dendern, genau. ist auch super wichtiges Thema. Aber es toll, dass ihr das immer noch mal schreibt. Wir lassen uns trotzdem nicht davon abhalten.

Silke: Mhm. Nein.

bärbel: Sag mal, was sagst du denn zu der Eilmeldung von gestern Abend? Apropos Politik. Wir sind beide, glaube ich, keine freien Wähler. Aber Herr Aiwanger ist ja tot aufgefunden worden mit Mitte 50 in seinem Hotelzimmer.

Silke: Ja, befürchte, es ging ihm vorher nicht gut. Also er fühlte sich nicht wohl. Ich befürchte einen Herzinfarkt.

bärbel: Ja, so als Ferndiagnose.

Silke: Ja, ich glaube jetzt nicht an einen Verbrechen oder so. Ich glaube daran,

bärbel: Ja.

Silke: dass es einfach auch als Wirtschaftsminister und stellvertretender Landtagspräsident von Bayern ist schon auch viel zu tun. Und das war wohl sein Lebenstraum, dieses Freie Wählerbüro in Berlin zu eröffnen. Das wäre gestern Abend gewesen. Da hat er

bärbel: Mh.

Silke: dann abgesagt und weil es ihm nicht gut ging. tut mir sehr leid.

bärbel: Es muss ihm schon überhaupt nicht gut gegangen sein, weil, wie du sagst, das war ein großes politisches Ziel, diesen Fuß in Berlin, die Dependance, dazu eröffnen. Warum holt er denn keinen Arzt, wenn es ihm den ganzen Tag schon so schlecht ging? Politiker gehen ja vielleicht oft an ihre Belastungsgrenze. Die haben

Silke: Mhm.

bärbel: lange Arbeitstage, haben Reisezeiten. Jetzt ist es keine andere Zeitzone, wenn du von München nach Berlin fährst, aber ...

Silke: fühlt ja.

bärbel: Das finde ich doch schrecklich, wenn ich mir vorstelle, dass du da so alleine dann ringst mit deiner Gesundheit und am Ende sogar stirbst. Der war ja noch rechter. Also CSU und dann AfD und irgendwo dazwischen waren die Freien Wähler. Oder ist das ein Bayern-Phänomen oder haben wir das auch bundesweit?

Silke: Nee, glaube, ist ein Bayern-Phänomen, die Freien Wähler. Also hier in NRW haben wir sie, glaube ich, Habt sie in Hessen?

bärbel: Ich bin mir ehrlich gesagt gar nicht sicher. Das machen wir in Faktencheck gleich. Sorry, da I'm not prepared. Ja, genau.

Silke: Mh, machen wir den Faktencheck. Wir schreiben es in die Show-Notes. Aber dass Politiker oft über ihre Grenzen gehen, darüber wollte ich nämlich gerne sprechen, zeigt ja auch, dass Babel-Bars-Interview das Markus Feldenkirchen in der ARD geführt hat. Hast du das gesehen? Mhm. Das hat mir sehr leid getan.

bärbel: Ja, das war sehr bewegend. Also unabhängig jetzt davon, man die Politik, es geht nicht immer die Politik, sondern wir reden jetzt über die Menschen.

Silke: Nein, wir reden über die Menschen.

bärbel: Ja. Was hat dich denn daran so berührt?

Silke: Sie hat so sehr gekämpft. Sie wollte so gerne stark sein, auch in diesem Interview. Und sie hat in fast jedem Satz gekämpft. Selbst wenn mit den Tränen, mit ihren Emotionen,

bärbel: mit den Tränen, mit Schluckreflex.

Silke: mit allem, wohl auch wissend, dass nicht jeder so reagieren wird wie wir. Sondern Leute

bärbel: Mmh.

Silke: sagen, ja, dann kann man den Job eben nicht machen. da, ja, war klar, Frauen sind so weich. Ähm,

bärbel: Mmh.

Silke: sie hat mir sehr leid getan. Sie ist noch so tief in der Trauer. Und wir beide wissen ja, was Trauer mit einem machen kann.

bärbel: Mmh.

Silke: und setzt sich trotzdem hin und führt dieses Interview, oder gibt dieses Interview. Das ist nochmal eine ganz besondere Stärke.

bärbel: Warum macht sie das? Ich habe gedacht, warte doch noch ein bisschen. Das ist alles

Silke: Mmh.

bärbel: noch so frisch, weil sie hat ja wirklich die Mundwinkel haben gezuckt. Sie hat gerungen mit den Themen. Sie wollte uns mitnehmen auf ihre Emotionen und was was zu ihrer Entscheidung geführt hat, einfach zu sagen, ich bin auch ein Mensch, ich brauche noch Zeit, ich muss das verarbeiten. Ich dachte, ich schaffe das. Und dann zu sagen, nein, ich schaffe es einfach nicht, dass wir da in der Öffentlichkeit auch so ungeduldig sind oder man selber vielleicht auch denkt, ich muss mich jetzt zu früh äußern. Das hat mich so bisschen überrascht.

Silke: Ja, ja, das war ja im Rahmen dieser Konfrontationssendung von Markus Feldenkirchen, da hat sie ihn Jahr lang begleitet und dann ist die Idee dieser Sendung, dass man die Clips, die man anguckt, gedreht hat, anguckt und dann nochmal kommentiert. Und das haben sie ein bisschen auch gemacht in dieser Stunde, aber eigentlich haben sie viel gesprochen. Und vielleicht hat sie das Gefühl, sie muss das zu Ende bringen, dieses Projekt mit Feldenkirchen. Vielleicht wollte sie auch, dass das Thema einfach durch ist. Sie sagt jetzt einmal was und dann ist das durch. Und dann hören auch Spekulationen darüber auf, wie schlecht es ihr wirklich geht.

bärbel: Ja, na gut, wir haben ja immer nur die Verpflichtung, alle paar Jahre mal in die Wahlkabine zu gehen und uns sonst mit Freunden und so weiter, wenn wir politisch interessierte Menschen sind, uns über Politik zu unterhalten oder aufzuregen. Aber wenn du in so einem Amt bist, ich glaube, diesen Druck und selbst wir haben schon mal so kleine Shitstorms erlebt, Stürmchen, wenn du da... von allen aus der ganzen Republik Reaktion bekommst, das ist schon hart. Ich beurteile jetzt überhaupt nicht über ihre Arbeit und ihre Tätigkeit.

Silke: Ja, oder du stehst auf dem Arbeit... Darum geht's gar nicht.

bärbel: Aber Trauer hat so viele Fazetten. ist so unberechenbar. Und wenn du dann funktionieren musst und so ein Trauerflash, wenn nicht das jetzt mal kommt, das stelle ich mir ganz schwierig vor. Du bist in der Sitzung mit Friedrich Merz und willst eigentlich aus vielen Gründen weinen und dann übermant ich das. Diese Form der Kontrolle ist, glaube ich, nicht auszuhalten.

Silke: Nein. Und auch, also ich finde es ja auch gut, dass sie sagt, mir war klar, ich kann innerhalb dieser Trauer meinen Job nicht so machen, wie ich ihn machen könnte und deswegen drehe ich von all meinen Eltern zurück. Ist doch, also ich finde es stark.

bärbel: Ja, ist in einer schwierigen Zeit, das muss man auch nochmal sagen. Viele Reformen sind gemeinsam der Koalition auf den Weg gebracht worden. Jetzt muss man das in andere Hände übergeben. Jemand, vielleicht mit einem anderen Ansatz rangeht, das ist ja auch nicht leicht. Man muss ja auch loslassen. Ich die Regen

Silke: Hm.

bärbel: stimmen und dann muss... ach guck,

Silke: Huch!

bärbel: zufällig, huppst. Wirklich zufällig. So, was ist denn deine Alltagsheldin? Du hast mir gestern schon gesagt in Köln... Nanananana... Nanananana... Ich hab schon eine! Ja, damit!

Silke: Ja, es ist das Grubenpony. Bei Instagram gibt's eine, es gibt eine ganz tolle Frau bei Instagram, Laura heißt sie, glaube ich, Nelinda oder Laura heißt sie, des Insta-Händles Grubenpony und die nimmt so Verschwörungstheorien auseinander in kleinen Clips. Und die

bärbel: Cool.

Silke: ist so unterhaltsam und so schlau und so lustig. Die ist meine Alltagshelden, weil sie sich für Wissenschaft und für schlaue Sachen einsetzt. Die ist wirklich lustig. Bitte schaut sie an.

bärbel: Also, äh, und wo finden wir das bei Insta? Unser

Silke: Bei Instagram.

bärbel: Grubenpony.

Silke: Grobenpony.

bärbel: Super Arbeit! Es gibt so viele tolle Leute, die was machen, also abgesehen von Markant, den WRE-Feiern, der rausgeht und Menschen anspricht, die, sagen wir mal ganz vorsichtig, eine sehr konträre Meinung zu seiner eigenen demokratischen Einstellung haben. auch solche Aktionen helfen natürlich und das werde ich auf jeden Fall machen. Super!

Silke: Wer ist deine Alltagsheldin?

bärbel: Ja, meine Alltagsheldin ist die erste Filmproduzentin, Regina Ziegler. Lange Zeit hat sie, ja auch mein Mann und mich als Freundin einfach begleitet. Sie hat eines meiner Bücher, das ich mit Susanne Luwik zusammen geschrieben habe, die DG2ARD verfilmt, Schaumküsse. Die ist jetzt leider gestorben diese Woche und das ist schon schmerzhaft. ist immer jemand gewesen, der die Branche aufgewühlt hat, angeschubst hat, die, glaube ich, auch knallhat, war in Vertragsverhandlungen. Die mit Anfang 80 jetzt Heimsuchung der aktuellen Filme ist ja noch in den Kinos, noch auf der Premiere war und eigentlich so aus ihrem beruflichen Alltag leider aus dem Leben gerissen wurde. Und ich glaube das oder ich weiß, dass sie sich das auch so gewünscht hätte. kurze Zeit nur in der Klinik und dann eben leider mit einem traurigen Ende. Aber jemand, der als ganz junge Frau gesagt hat, ich gucke, dass ich Geld zusammen bekomme, ich will Geschichten erzählen, ich will Filme machen, das ist ja immer ihr Antrieb gewesen, da ist ja auch ganz oft ins Risiko gegangen. meine, Filme machen wissen wir alle, ein mega... mega risikofinanziell. Also deswegen ist meine absolute Alltagshelden Regina Ziegler für all die Filme, die sie angeschubst hat, all den Regisseurinnen und Regisseurinnen, den Schauspielerinnen, denen sie Arbeit gegeben hat und das in diesem Mutter-Tochter-Konstrukt. Die Tochter ist ja auch eingestiegen, so ein Familienunternehmen. Ja. Ja.

Silke: Ja, eine ganz starke Frau, eine sehr emanzipierte Frau.

bärbel: In einer Männerdomäne, den 70ern, in den 80ern, Rainer Werner Fassbinder waren ja Filme, die sie auch produziert hat. Dann hat der bei ihr gewohnt, dann war das da alles total chaotisch, dann sind die raus und haben gedreht. Also die hat auch verrückte Geschichten erzählt, wo nicht irgendwelche glatten Manager, Produktionsfirmen oder Sender geleitet haben, sondern richtige kreative Power-Maschinen. Also das ist schon verrückt. Und jetzt ist sie bei ihrem tollen Mann, dem Wolf Grem und dann stelle ich mir einfach vor, dass sie so auf Wolke 7 sitzen und die waren beide Filmfreaks und haben immer Filme zusammen geguckt, dass sie das jetzt wieder zusammen machen können. Ja, schon drauf.

Silke: Alles Gute. Ach Mensch.

bärbel: Ja. Gut, jetzt haben wir selber 80. Lucky Luke.

Silke: Wir haben heute 80. Jahr. Aber wer hätte das denn gedacht vor anderthalb Jahren?

bärbel: Ja, wer hätte das gedacht, dass wir so schnell auf die 80 kommen und dass ihr uns dabei so begleitet und so feiert. Das hängt natürlich auch mit unseren Zuhörer und Zuschauerinnen dann zusammen.

Silke: Ja, schön, dass ihr alle da seid und dass es immer mehr werden.

bärbel: Ja, vielleicht können wir ab 80 eine neue Rubrik einführen, wenn ihr euch was wünscht. Wollen wir irgendwas erneuern zum 80. Oder wollen wir nur Geschenke und Glückwünsche entgegennehmen?

Silke: Wir hätten gerne ausschließlich teure Geschenke und Glückwünsche zum 80. Und mit 80 ändert man sich ja auch nicht mehr so doll.

bärbel: Ja, genau. Aber man kann eben auch mit 80 sich vielleicht noch einbringen. Janosch ist jetzt wie alt gewesen? Der ist auch verstorben. meine, heute wollen wir nicht nur über Tote reden, ...

Silke: Janosch war glaube ich 95.

bärbel: Boah, krass. Und der fand ja die Tigerente ganz kitschig. Ich hab gestern

Silke: Ja.

bärbel: so ein Interview gehört, das hat mich dann so bisschen traurig gemacht, weil wir die ja alle so gefeiert haben.

Silke: Ja, aber das fand ich auch traurig. Und dann hab ich ja noch mal an Peter Lustig gedacht, der ja, ähm, ja, der

bärbel: Im Bauwagen saß.

Silke: fand aber auch Kinder gar nicht so toll. Das find ich auch so

bärbel: Oh.

Silke: schade.

bärbel: Okay, das war mir neu, dass Peter lustig keine Kinder mochte. Okay. Ich

Silke: Ja. Ja. Schade.

bärbel: hätte gedacht, Bauwagen und Latzhose ist für einen erwachsenen Mann auch irgendwie vorbei. Kinder ist schon bisschen komisch. Ich möchte aber alle etwas älteren Kinder, die männlich sind, den November aufmerksam machen.

Silke: Ja, Mustaschnowem.

bärbel: den Mo-Moustache. Der Bart, den sich jetzt viele Männer stehen lassen, junge Männer, oben nur so an der Oberlippe, soll darauf hinweisen, sich um Männergesundheit zu kümmern. Find ich ne super Aktion. Also wir haben ja den Pink Oktober, den Brustkrebsmonat.

Silke: ist gerade vorbei,

bärbel: Ja, genau. Und da müssen die Jungs einfach mal eben gucken mit Prostata, ist ja häufig die älteren, aber Hodenkrebs betrifft die jüngeren Männer. auch mal die Hoden, ich mache hier mal so ein bisschen die Bewegung, da.

Silke: Ja, nee, für schön.

bärbel: Regelmäßig mal zu untersuchen und gucken, ob da eben auch Knoten sind. So wie wir das ja auch machen, wenn wir duschen, mal die Brust abtasten und einfach Prävention betreiben. Und was war noch das Dritte? War das Herzgesundheit bei den Männern? Ja,

Silke: Wahrscheinlich.

bärbel: Herzgesundheit. Also oben und unten, Jungs, alles checken lassen. Was steht denn bei dir an? Kannst du denn erzählen, was du am Donnerstagabend machst oder musst das verschwiegen? Ja!

Silke: Heute Abend, also wenn ihr das hört, es schon vorbei. Jetzt gleich fahre ich, aufzubauen für das Kneipen-Quiz, das ich moderieren werde heute Abend, zusammen mit meinem Zwillingsbruder. Hallo Dirk, ich weiß genau, dass du zuhörst. Wir haben's geschafft, wenn du das hier hören kannst, Dirk.

bärbel: Geht raus an Dirk. Okay, was ist ein Kneipen-Quiz? Muss ich raten, was ich trinke oder was ist das?

Silke: Nee, es ist ein Quiz, ein Allgemeinwissensquiz, die Menschen sitzen in der Kneipe und trinken dabei und essen dabei, wenn sie möchten. Und es ist ein Wettbewerb und am Ende gewinnt jemand und bekommt ein Geschenk. Es soll

bärbel: Und was?

Silke: lustig sein, ich hoffe, wir bekommen es lustig hin.

bärbel: Okay, da bin ich mir ganz sicher. die Lustigkeit machen dann eure Fragen aus als Geschwister? was für Fragen sind das? Sind das Fragen zu Politik oder zum Klimawandel oder zum Hund der Nachbarn?

Silke: Nee, wir versuchen es nicht ganz so schwer zu machen. Die sind unterschiedlich schwer, damit nicht alle alles wissen, aber auch nicht keiner irgendwas weiß.

bärbel: Aha.

Silke: Es sind Allgemeinwissensfragen, sind Schätzfragen dabei, es gibt auch Wah oder Quatschfragen. Ich kann sie jetzt verraten, es hört hier morgen erst jemand.

bärbel: Ich kann es doch eine nennen, das ist doch erst morgen. Kannst du eine sagen?

Silke: Die Augen bei einem Strauß sind größer als das Gehirn. Wahr oder Quatsch?

bärbel: Bei einem Strauß. Ich würde sagen, das ist wahr. Weil irgendwo ist doch einer durch so ein Dorf gelatscht. Ja.

Silke: die sind wahnsinnig dumm, Streusel. Also wirklich wahnsinnig dumm. Es ist wahr. Was ist älter? Ähm, ja. Hübsch, aber dumm.

bärbel: Also sie sind schön, aber dumm. Hat er so viel IQ, dass er weiß, wie man Rat schlägt.

Silke: Was ist älter, die Sendung mit der Maus oder der erste McDonald's in Deutschland?

bärbel: Oh krass, Klang Klang Klang, Maus und Elefant. würde sagen, älter ist McDonalds. Ich glaube die kamen... Nee, warte mal. Waaaarte mal. Ich war in den 80ern in Amerika, da hatten wir noch keine Sendung mit der Maus.

Silke: Doch. Doch, die Sendung mit der Maus ist älter, aber nur sechs, sieben Monate. Ja,

bärbel: Ja. Wow, knapp.

Silke: beides im 71, die Maus im März und McDonald's im Dezember, das sind mehr als sieben Monate, glaube ich. Drei bis zwölf, neun Monate. Das ist die Art von Fragen. ich möchte noch eine haben. Es geht eine,

bärbel: Bitte, das ist ja lustig.

Silke: dann haben wir eine Runde, wo es nur das Dorf geht, in dem das Kanal im Quiz-Studio, das bringt uns nicht weiter. Dann gibt's was mit Bildern.

bärbel: Also werden die, die im Dorf wohnen und schlau sind, die meisten Chancen haben. Wenn ich jetzt von außen käme, könnte ich ja Dorf fragen, wie lange wohnt Familie

Silke: Mhm.

bärbel: Heidkamp schon? Keine Ahnung.

Silke: Nee, es ist die Geschichte des Ortes, in dem es stattfindet.

bärbel: Okay.

Silke: Schiefbahn hat eine sehr spannende Geschichte, die ich noch im Heimatkundeunterricht in der Grundschule gelernt habe und daher beziehe ich auch mein Wissen. Aber welches deutsche Bundesland grenzt da die meisten anderen Bundesländer, Bärbel?

bärbel: Äh, ja, das ist doch Hessen.

Silke: Ne, ne, ne, ne, ne, ne, ne, ne, ne,

bärbel: Ach, Niedersachsen? Mist, wir sind aber auch mittendrin. Ja, dann kommt oben ihr... Ja, ja, ja, gut. Kann gönnen. Coole

Silke: Ja, aber Niedersachsen ist halt genau, da ist halt rechts, links oben, neun Bundesländer.

bärbel: Fragen. Also beim nächsten Mal möchte ich unbedingt dabei sein und dabei was trinken und schlauer werden. Man wird ja schla...

Silke: Unsere Freundin Nina kommt.

bärbel: Ja, man kommt schlauer raus, als man reingeht. Es hängt ein bisschen davon ab vom Level des Alkohols, ob man sich das dann alles merken kann, oder?

Silke: Ja, ich hab tatsächlich überlegt, weil ich doch sehr nervös bin, ob ich ausnahmsweise einen Sekt trinke, bevor ich anfange zu moderieren. Aber ich weiß nicht, ob das zielführend ist.

bärbel: Ich nicht. Ich bin mir nicht ganz sicher. Ich hab dich ja noch nicht so alkoholisiert erlebt. Ich höre immer nur, dass du nicht trinkst. Wenn du jetzt Alkohol plus Aufregung, also A-A, A-Quadrat,

Silke: Sag mal!

bärbel: ja Alkohol und Aufregung, das ist vielleicht nicht gut. Dann verschluckst

Silke: Ja, dann lass es.

bärbel: du Silben, dann lachst du dich kaputt, wenn jemand die Antwort nicht weiß. Man weiß ja nicht, wie dein Verhalten dann sein wird. Also ich wäre da...

Silke: Ich bin schon ganz unterhaltsam, wenn ich getrunken habe. Ich bin schon ganz lustig. Aber

bärbel: Okay, dann trink was.

Silke: mal gucken. Das ist auf jeden Fall. Nächste Woche werde ich berichten, wie es war und ob die Leute uns aus dem Raum geboot haben oder nicht.

bärbel: Okay. Ach, das kann ich mir nicht vorstellen. Die wollen ja auch alle einen schönen Abend haben. Ist dein Bruder bei so was aufgeregt oder kann der eine gute Stütze sein?

Silke: Weiß ich nicht. Wir haben beide noch nie so was gemacht. haben behauptet, können das. Ich kann es besser als der Mann, es beim letzten Mal gemacht hat. Weil der war wirklich ... Heieiei, war das anstrengend für uns Teilnehmer. Und dann hab ich leider den Mund zuviel genommen. Der hat sehr spezielles Wissen abgefragt und hat dann

bärbel: Warum? Hat der irgendwie so uraltes Wissen abgefragt oder war der wie so trockene? uh

Silke: gesagt, ja, ich wusste, dass das keiner weiß. Und hat sich total gefreut, dass alle total frustriert waren. Und das ...

bärbel: Ach so einer, sich freut, wenn man es nicht weiß, das ist aber unangenehm.

Silke: Ja, genau. ist natürlich nicht die... So ein Pubqr ist halt zur Unterhaltung da, Also es ist nicht da, damit einer sehr schlau wirkt.

bärbel: Aber ist das jetzt ein Düsseldorfer Trend oder ist der auch woanders? Könnte ich das auch in Bremen machen?

Silke: Das ist, du kannst das auch in Bremen machen. es ist ein britisches Ding, da heißen die Pub-Quizzes. Und hier

bärbel: Mhm.

Silke: in NRW macht Steffi neu vom WDR, hat auch so eine Reihe. Die touret auch durch NRW mit ihrem Steffis Kneipen-Quiz.

bärbel: Aber es gibt ja auch ein großes Kneipensterben. Letzten Monat habe ich mehrere Berichte gesehen, dass Menschen gar nicht mehr die Kneipe an der Ecke, die Eckkneipe, die Dorfkneipe so nutzen. Warum nimmt denn das eigentlich ab?

Silke: Das weiß ich gar nicht so genau. Diese Kneipe ist tatsächlich auch noch gut besucht, aber ich glaube, es rechnet sich einfach nicht mehr. Die Leute sind nicht bereit, viel Geld für ein Bier auszugeben, aber die kostet halt im Einkauf trotzdem viel Geld.

bärbel: Mh.

Silke: Und deswegen macht diese Kneipe oder die Gaststätte, in der wir das jetzt machen, auch so Aktionen wie das Kneipenquiz oder irgendwelche anderen Veranstaltungen, Karneval oder es gab letztens einen Mädchenflurmarkt. Tagsüber.

bärbel: Auch wie süß ist das denn?

Silke: Ganz süß war das.

bärbel: Aber dann sieht man ja die zukünftigen Menschen, die gerne eintrinken gehen, dann auch schon früh.

Silke: Nee, Mädchen im Sinne von Frauen. Erwachsene Frauen haben verkauft und gekauft.

bärbel: Ich habe gerade überlegt, wäre das eine Location, wir Alltag für Fortgeschrittene on Tour, da haben wir ja bisher ein Special gehabt, ob wir in die Kneipe gehen.

Silke: Wo hatten wir denn ein Special?

bärbel: Ja, wir waren doch in unserem Stift, in unserem Hospiz. Hallo? Sag mal, wie lange ist das her? Wir waren in Salzgetto.

Silke: Stimmt, ja das wäre ein Ort wo wir das machen könnten. Ja, Entschuldigung! Aber da könnten wir dann auch ZuschauerInnen haben.

bärbel: Salzgetu. Salzgeter. Die haben selber Salzgetu genannt. Ja, haben die selber gesagt!

Silke: Salzgetär, Salzgetto, sag mal. Ja, auf jeden Fall wäre das ein Ort, wir unseren nächsten Tourstopp machen könnten, ja.

bärbel: Ich fand das überhaupt nicht Ghetto-mäßig da. Ich fand Salzgitter sehr schön mit den ganzen Seen und dem

Silke: Ich fand's auch schön.

bärbel: Wald. So, ja, das ist doch eigentlich ganz lustig. Frag mal heute Abend.

Silke: Ich frag mal heute Abend, wenn ich schon mal da bin.

bärbel: Frag mal, wie der Podcast heißt, den du mit Bärbel Schäfer machst und wann der zu Gast ist in der Kneipe.

Silke: Ich frag mal.

bärbel: Kann doch, wenn die Stimmung im Keller ist, kannst du das... Kannst du das? Kannst du Mann, jetzt mach dir doch keine

Silke: Oh Gott, ich hoffe so sehr, dass die Stimmung nicht im Keller ist. Jetzt mach mir doch keine Angst.

bärbel: Sorgen! Wir machen uns immer alle verrückt. Machst du ein Abendessen, denkst du, du kannst dich vielleicht nicht... Nicht du jetzt, aber wir. Wie kriege ich das alles hin? Macht man eine Party, man das Gefühl, die zehn Leute, auf die man sich am meisten freut, sagen vielleicht ab. Mich hat eben ein Freund angerufen und hat gesagt, kannst du dann und dann mit Michelle kommen? Ich will meinen Geburtstag feiern. Und wir können beide nicht an dem Freitag. Wir arbeiten beide.

Silke: Schade.

bärbel: Und dann habe ich gedacht... Ich hab ihn auch gefragt, willst du es vielleicht verlegen? Das kam ja niemandem zumuten, nur weil man selber vor Monaten einen Vertrag unterschrieben hat, dass er seinen Geburtstagsparty zwei Tage verschiebt. Ich hab mich aber getraut und hab gefragt, hat gesagt, nein, er ist trotzdem traurig, dass wir nicht kommen. Das denkst du ja auch immer, dass du dafür verantwortlich bist, dass alle können, wenn du die Party machst, dass alle gut drauf sind.

Silke: und alle viel Spaß haben.

bärbel: Ja. Ich meine, in der Kneipe ... weiß man ja, dass Alkohol ein bisschen hilft für die, ganz schüchtern sind. Du musst ja niemanden einbinden, du bist ja nicht für die Leute da zuständig. Die bringen doch alle auch irgendjemanden mit, oder?

Silke: Ja, aber trotzdem, wenn wir das moderieren, wir schon für die Stimmung bisschen verantwortlich. Aber das wird schon. Ich bin gut vorbereitet, die Fragen sind gut, die Technik muss noch funktionieren.

bärbel: Ja, und bestimmt hast du eine Freundin im Punkt gekommen, die mir ein kleines Video zuschicken kann. Grüße gehen raus an Nina.

Silke: Nina, ich hoffe nicht.

bärbel: Doch, ich ruf Nina gleich nochmal an und sag mir, schick mir ein kleines Video. Und wenn du dann glücklich beseht heute Abend in deinem Bettchen liegst und schön ausschläfst, dann wird am nächsten Morgen am Freitag Alltag für Fortgeschrittene Folge 80 hochgeladen und du wirst denken, was hab ich mich gestern denn aufgeregt.

Silke: Yes. Nächste Woche erzähle ich es euch. Bis dahin.

bärbel: Ja, und du musst aufpassen, ist dein Aufregungslevel. Manchmal ist der ja sehr hoch. Und wenn dann die Veranstaltung ist, kriegt man vorher so vor Aufregung gähnt man dann oder man hat dann so viel Adrenalin schon rausgepowert, dass man selber total fertig ist. Vielleicht legst du dich noch mal hin.

Silke: Gut, danke, das hilft mir sehr.

bärbel: Gerne.

Silke: Ich glaube, wir beenden dieses Gespräch für heute und ich erzähle dir nächste Woche, wie unfassbar gut ich war.

bärbel: Okay, macht das, ich freu mich drauf. Passt auf euch auf, feiert die Kneipe bei euch an der Ecke, das

Silke: Ja,

bärbel: Eiscafé, das Restaurant und nicht nur immer alles bestellen und auf der Couch bleiben. Auch mal rausgehen, ihr macht ja auch was gegen Einsamkeit für die Gemeinschaft im Dorf. Oh Gott, ist das toll.

Silke: Schönes Wochenende! Tschüss!

bärbel: Tschüss!

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